Violet und Bones – Viktorianischer Kinderkrimi

Violet und Bones – Viktorianischer Kinderkrimi

Violet ist ein furchtloses und für ihre Zeit ein unangepasstes, selbstbewusstes Mädchen. Im viktorianischen London erwartet man eigentlich ein stilles, beflissenes Mädchen, die eifrig mit der Mutter den Haushalt pflegt. Violet lebt und bewegt sich laut und mutig durch den Friedhof Seven Gates, dessen Bestatter ihr Vater ist.
Doch auch ihr ist unheimlich, dass sich in den letzten Wochen die seltsamen Todesfälle junger Männer häufen. Als dann auch noch eines Nachts einer dieser ermordeten Jungs über den Friedhof wandert, fasst sie sich ein Herz und geht auf die Jagd.

Schnell wird aus dieser gruseligen ersten Begegnung ein waschechter Kriminalfall und Violet bricht gemeinsam mit ihrem treuen Windhund Bones aus den starren Konventionen des 19. Jahrhunderts aus und nimmt den Fall um den Lebenden Toten von Seven Gates selbst in die Hand. Sie verhört, ermittelt, verfolgt und begibt sich auf intensive Spurensuche.
Dabei erfährt man eine Menge über den damaligen Alltag, vor allem über die Trauerkultur und die Armenviertel von London.

Zwar fand ich Violet und auch die anderen Figuren nicht immer sympathisch und an einigen Stellen hätte etwas mehr Witz den Figuren gut getan, doch insgesamt ist der erste Band der neuen Kinderbuchreihe ein spannendes Leseabenteuer ab 11 Jahren.
Ich bin gespannt, wie es für Violet, Bones und ihre Freunde in den nächsten Fällen weitergeht.

Sophie Cleverly – Violet und Bones. Der lebende Tote von Seven Gates.
Band 1
Übersetzt von Birgit Erdmann
Verlag: Mixtvision
Gebunden, 288 Seiten