Rezension zu Samuel Selvon Die Taugenichtse

Samuel Selvon – Die Taugenichtse

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Als mich der Roman “Die Taugenichtse” von Samuel Selvon erreichte, war ich erst einmal skeptisch. Dieses Buch wird breit beworben als ein moderner Klassiker der britischen Literatur. Wer sich ein wenig mit Verlagsvorschauen beschäftigt, ist des Wortes “moderner Klassiker” irgendwann überdrüssig. Zu großzügig wird dieses Wort auf alle möglichen Werke angewandt. Doch bereits nach den ersten Seiten, wenn der Erzähler und Protagonist Moses im winterlichen Nebel Richtung Waterloo Station zieht, verschwindet die Skepsis schnell.

Claire Fuller – Eine englische Ehe

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Als wir im Herbst/Winter des vergangenen Jahres unsere Vorschaulisten zusammengestellt haben, landete sehr schnell ein Buch auf unserer gemeinsamen Liste: Allein das Cover von “Eine englische Ehe” lässt uns beide begeistert seufzen. Die Handlung ihres zweiten Romans hat Claire Fuller dann auch noch so angelegt, das uns beiden bereits in der Vorschau klar war, dass es auf Herzpotenzial landen würde.

Yoko Ogawa – Zärtliche Klagen

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Ruriko packt eines Tages einfach ihre Koffer – spontan ruft sie die Wirtin eines kleinen Gasthofs an und bittet sie, ihr das Ferienhaus herzurichten. Sie würde kommen und einige Zeit bleiben. Dann steigt sie in den Zug und fährt in die Berge, in das Ferienhaus ihrer Kindheit. Damit entflieht sie einer gewalttätigen Ehe, einem häufig abwesenden Ehemann und dessen stets gedanklich präsenten Geliebten.