Nicht durchgekommen| Abgebrochene Titel im März

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Nachdem Januar und Februar für mich lesetechnisch recht gut liefen, habe ich es geschafft, im März gleich mehrfach hintereinander danebenzugreifen. Oder anders ausgedrückt: Ich habe mehrfach Bücher begonnen, die mich gar nicht fesseln konnten und deshalb fast in eine Leseflaute gestürzt haben.

Da ich inzwischen aber ein Profi im Leseflaute-Haben und auch -Überwinden bin, habe ich irgendwann die Notbremse gezogen und alle drei Bücher abgebrochen. Es kann natürlich gut sein, dass ich den Büchern damit Unrecht tue. Möglich ist das. Trotzdem mussten sie jetzt beiseite gelegt werden.

Vielleicht sind sie etwas für euch?

Sheila Heti – Mutterschaft

Sheila Hetz ist Ende Dreißig und stellt sich selbst die Frage, was Mutterschaft für sie bedeutet und ob sie selbst Mutter werden möchte.
An sich ein sehr spannendes Thema. Vor allem, weil sie Mutterschaft mit künstlerischer Schöpferkraft in Verbindung bringt.
Wie gesagt: Eine tolle Grundidee. Doch dann würfelt sie. Ernsthaft: Seitenweise stellt sie drei Würfeln Fragen und wenn der Würfel die richtige Augenzahl anzeigt, zählt das als positive Antwort. Really??
Leider kann ich sowas nicht ernst nehmen. Sorry, Sheila!

Phil Jaco – Tired

Düsteres Cover, Schwarz-Weiß, herber Stil: Ich hab schlicht eine Handlung in den 20er/30er Jahren erwartet. Ganz klassisches Crime Noir. Doch dann wird plötzlich in WhatsApp geantwortet und der Dauerkiffer ist noch zu jung, um sich an 9/11 aktiv zu erinnern. An sich kein Problem, man kann ja seinen ersten Eindruck revidieren. Was mich jedoch einfach ärgert ist, dass der Umschlag eher lieblos gestaltet wurde und die Abstände zum Rand stimmen nicht. Der Umschlag und auch die Bindung des Buches fühlen sich leider ziemlich billig an. Und das Buch riecht unangenehm. Vielleicht bin ich pingelig. Aber bei einem Hardcover erwarte ich mehr Professionalität und Sinn für Gestaltung.
Inhaltlich waren alle Figuren im ersten Drittel eigentlich nur eigenbrödlerisch und betrunken – das hat mich leider nicht motiviert, am Ball zu bleiben.

Simone Meier Kuss Kein und Aber Verlag

Simone Meier – Kuss

Kuss erzählt von einem jungen Paar, das an den Stadtrand zieht und die Idylle sucht, stattdessen Affären (hauptsächlich gedankliche) findet.
Bereits für diese kurze Zusammenfassung musste ich nochmal nachschauen. Denn ehrlich gesagt: Ich hatte es bereits wieder vergessen. So wenig hat es das Buch in mein Lesegedächtnis geschafft. Da ich mehrfach neu anfangen musste, habe ich dann irgendwann aufgegeben.

An sich könnte ich hier noch weitere Bücher nennen, doch denen möchte ich dann doch noch eine weitere Chance geben.
Sonst gibt es einen Artikel: Abgebrochen im April.

Eure Mareike

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