Monatsrückblick Februar

Posted on

Es scheint sich etwas bei uns eingeschlichen zu haben, dass wir von Monat zu Monat ruhiger wurden. Hatten wir noch vor einem halben Jahr mindestens 2-3 wöchentliche Artikel hier, sind es inzwischen eher 1-2.
Lesen wir weniger? Sicherlich. Doch auch andere Dinge in unserem Alltag spielen eine Rolle.

Die Bloggerwelt hat sich verändert und manchmal hat man das Gefühl, dass alle sich nur noch auf Instagram tummeln und die Blogs ein unsichtbares Dasein fristen.
Besonders unser Monatsrückblick hat unter diesem Liest-keiner-Gefühl gelitten. Der letzte ist im Oktober online gegangen. Nun haben wir März. Aber was sagt das auch über unsere eigene Wahrnehmung von Zeit aus? Ein Monat vergeht inzwischen so schnell, dass wir ihn kaum noch als Zeiteinheit wahrnehmen.
Vielleicht bedeutet aber das bewusste Sich-Hinsetzen und Reflektieren, dass wir wieder etwas Ruhe in die eigene Wahrnehmung bekommen. Mehr durchatmen und zurückblicken. Wieder häufiger überlegen: Was war gut, was nicht und warum?

Was uns beiden manchmal fehlt ist das Bewusstsein, dass wir unser eigenes Leben so gestalten können, wie WIR das wollen. Zu oft lassen wir beide uns von der Arbeit nicht nur den Rhythmus, sondern auch das Lebensgefühl aufdrücken: zu wenig Zeit, nicht schnell genug, nicht genug in so vielem. Dieses Gefühl lässt sich auch am Wochenende und leider zu oft im Urlaub nicht abschütteln. Das hat sich über die Jahre bei uns beiden eingeschlichen.

Das kann fatal enden – das haben wir alle irgendwo im Freundeskreis bereits gesehen. Und doch fällt es einem schwer, den Stress abzuschütteln, pünktlich Feierabend zu machen und die Arbeit im Kopf wirklich abzustellen.

Dieser Monatsrückblick ist also auch ein Blick auf all die Momente, in denen es uns gelungen ist, abzuschalten. Mal schauen, ob es uns wirklich gelang. ;)

HIER

SURREAL|Cat Person ist eine Kurzgeschichtensammlung der Extreme, nichts für schwache Nerven.
FILMREIF|James Baldwins Meisterwerk Beale Street Blues kommt als frische Verfilmung in die Kinos
COMIC KULTUR|Die Graphic Novel Heraus aus der Finsternis zeigt den Alltag junger Mädchen vor 100 Jahren.
NORDSEITEN|Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie der Blognamenwechsel funktioniert.
WESTWING-FEELING|Dank Beck Dorey-Stein gelingt es uns, einmal mittendrin im Wahnsinn des Weißen Hauses zu sein. Absolut lesenswert, trotz den unerwarteten Kitsch-Faktors.


Gelesen

Mareike

Mein Lesemonat Februar teilt sich in zwei klare Hälften. In der ersten Hälfte habe ich intensiv gelesen, und dabei auch nur ein sehr gutes Buch nach dem nächsten. Angefangen bei “Der Wald” von Nell Leyshon, das eine Mutter-Sohn-Beziehung während des Zweiten Weltkriegs differenziert und beleuchtet. Dann “Beale Street Blues“, das mir das Werk von James Baldwin sehr viel näher gebracht hat als “Giovannis Zimmer” vor ein paar Jahren.
Als Hörbuch haben mich “Der Schatten” von Melanie Raabe und “Zwischen uns ein ganzes Leben” (leider sehr kitschig, sonst leichte Unterhaltung) begleitet. Beeindruckt hat mich die Graphic Novel “Heraus aus dem Schatten”, die jungen Mädchen Geschichte auf ungewöhnliche Weise nahe bringen möchte.
Und dann habe ich fast aufgehört zu essen und zu schlafen, weil mich “Mildred Pierce” von James M. Cain so in den Bann gezogen hat. Was für ein großartiger Klassiker der amerikanischen Literatur!

Und die zwei letzteren Wochen im Februar? Nun, ich habe schlicht gar nicht gelesen. Oder anders gesagt: Ich habe immer wieder ein Buch begonnen, halbherzig und unkonzentriert. Dann kam vieles dazwischen und nun habe ich hier vier(!) angefangene Titel liegen und bin mir bei keinem sicher, ob ich es beenden werde. Tja, so unterschiedlich ist es manchmal.

Maike

Manchmal habe ich das Gefühl, ich lese gar nicht mehr. Dabei trage ich jeden Tag ein Buch bei mir und ja, ich beende auch Bücher. Aber es ist weniger geworden. Zu viel Arbeit war in letzter Zeit und meine Konzentration eher nicht beim Lesen. Witzigerweise hat mich aktuell aber eine Fantasy-Reihe total gefesselt. Genevieve Cogman schreibt über die Abenteuer einer Bibliothekarin, die für die sogenannte unsichtbare Bibliothek arbeitet. Elfen, Drachen und anderes Übersinnliches kommen zuhauf vor – und ich bin nach dem ersten holprigen Einstieg wirklich begeistert. Einen Band habe ich noch zu lesen, die anderen drei habe ich bereits verschlungen.
Eine Reihe, die mich ebenfalls begeistern kann, sind die Ku’damm-Schwestern von Brigitte Riebe. Der erste Band (Jahre des Aufbaus) ist gerade bei Wunderlich erschienen und ja, ich hab meine neue Wohlfühl-Reihe gefunden. Ein würdiger Nachfolger für die Hamburg-Romane von Carmen Korn.

Gemacht

Maike

Generell mag ich den Februar nicht. Letztes Jahr zum Beispiel war ich so krank, dass ich kaum mehr die Treppe zu meiner Wohnung hochgekommen bin. Das ist mir dieses Jahr zum Glück erspart geblieben und ich hatte das Gefühl, dieser Monat wollte einiges wieder wettmachen denn: Ich hatte Urlaub! Zwei herrliche Wochen lang! Die erste Woche habe ich bei meinen Eltern verbracht (und dort gefühlt 600 Bücher sortiert), die zweite war ich einfach zu Hause. Dank des herrlichen Wetters habe ich schon einmal auf meinem neuen Balkon gesessen und Pläne für den Sommer geschmiedet. Und ja, ich hab in der Sonne gesessen und gelesen. Unglaublich für den Februar.

Mareike

Im Februar war die Social Media Week in Hamburg. Eine wichtige mehrtägige Tagung, die ich beruflich in jedem Jahr besuche und immer neue Impulse für den Job und auch für den Blog mitnehme. So auch in diesem Jahr.
Dann durfte ich ein ganz tolles Projekt beruflich begleiten und gemeinsam mit Lovelybooks ein paar Blogger beglücken. Habe lange nichts mehr gemacht, was mir so viel Freude bereitet hat. Wenn euch irgendwo “Das Glück der kleinen Gesten” begegnet, denkt an mich und schaut mal rein. Ist ein Herzensprojekt von mir!

Und dann haben wir recht spontan an einem unscheinbaren Samstag ein Haus hier in der Nachbarschaft besichtigt. Es steht zum Verkauf und benötigt ganz viel Arbeit und Liebe, um bewohnbar zu werden. Aber vielleicht soll das unser neues Zuhause werden? Noch ist nichts klar und es gibt noch andere Interessenten, aber vielleicht, ganz vielleicht…

Monatshighlight

My Book Journal – Seitenweise Glück

Ein kleines Schmuckstück für alle Freunde von Lesetagebüchern. Es hat jede Menge süße Sonderseiten für Wunsch-, Leih- oder Lieblingslisten. Die Illustrationen sind sehr liebevoll und cozy. Sicherlich sollte man Fan von teilweise verspielten Designs und dem regelmäßigen Eintragen der eigenen Lesegewohnheiten sein. Dann ist dieses Buch für euch ein Volltreffer.

Das Lesetagebuch von Bär von Pappe und dem Carlsen Verlag neben roten Tulpen

Im März

Der März geht es für uns beide erstmals gemeinsam zur Leipziger Buchmesse. Das fühlt sich aufregend und ungewohnt an. Mareike hat Urlaub und verbringt ihn in – Hamburg! Das klingt vielleicht seltsam, doch wie oft habt ihr bereits alle Touri-Hotspots eurer Stadt besucht? Mareike noch erschreckend wenige.

Wir wünschen euch einen guten Start in den neuen Monat und hoffentlich die ersten richtig schönen Lesetage im Freien.

Eure Maike und Mareike

  • Share

0 Comments

Leave a comment

Your email address will not be published.

Bitte erklär dich damit einverstanden, dass deine Daten einzig für den Zweck des Kommentarschreibens in unserem System gespeichert werden.