LESEGEWOHNHEITEN | Unsere Macken als Vielleser

LESEGEWOHNHEITEN | Unsere Macken als Vielleser

Jeder Mensch hat so seine kleinen Eigenheiten. Dinge, die er immer in der selben Art erledigt, kleine Handgriffe, die sich über die Jahre eingeschlichen haben. Als Vielleser haben sich bei uns in den vergangenen Jahrzehnten einige Macken und Gewohnheiten eingeschlichen, die uns durch die Lektüre eines Buches begleiten. Wir möchten sie euch kurz vorstellen, dann aber auch gern von euch eure Leserituale erfahren. 

  1. Mareike reißt unmittelbar nach dem Kauf die Folie ab, entfernt alle Aufkleber und riecht an den Seiten. Ja, natürlich entfernen alle die Folie, denn wie will man sonst das Buch lesen? Doch bei ihr muss es unmittelbar nach dem Kauf passieren. Bücher in Folie erträgt sie ganz und gar nicht. In der Buchhandlung juckt es ihr ständig in den Fingern: Free the books!
  2. Maike liebt es, beim Lesen die Beine hochzulegen. Ihr Sofa hat sie unbewusst sogar so gekauft, dass sie das problemlos tun kann: es hat eine Chaiselongue. Und jetzt ratet mal, wo ihr Lieblingsplatz ist!
  3. Bevor sie die erste Seite liest, schaut Mareike stets nach der exakten Seitenzahl und rechnet Impressum, Schmutzseite und Widmung von der Zahl ab. So kommt sie auf die tatsächlich zu lesende Anzahl von Seiten. Nach den ersten (exakten) 10 % zieht sie ein erstes Zwischenfazit in Gedanken, ob das Buch sie wohl fesseln wird.

  1. Klebezettel pro Buch müssen für Mareike IMMER die selbe Farbe haben und dürfen nur ungefähr gleich weit aus dem Buch gucken.
  2. Wir beide sind fest davon überzeugt: Schutzumschläge muss man beschützen! Darum legen wir sie an einem sicheren Ort, wo sie nicht knicken können. Erst nach der Lektüre kommen sie wieder um den Buchrücken.
  3. Lesebändchen gehören nach Beendigung des Buches etwa mittig. Das finden wir beide logisch. Doch Mareike mag es nicht, wenn die Bändchen dann nach unten rausschauen und steckt es unten wieder rein, wie es vor dem ersten Lesen war. Werkszustand quasi. Maike hingegen “versteckt” sie unter dem Buch, wenn es seinen Platz im Regal einnimmt. Ordnung muss sein.
  4. Maike kann immer nur ein Buch auf einmal lesen. Sie fängt zwar durchaus mehrere Bücher zeitgleich an, aber wenn ein Buch sie gepackt hat, dann muss es erst beendet werden. Ansonsten vermischen sich die Geschichten in ihrem Kopf.

Zugegeben: Nichts davon MUSS sein und wir hängen nicht sklavisch an diesen Gewohnheiten. Doch machen wir diese kleinen Handgriffe gern. Schließlich sind uns unsere Bücher wichtig und wir behandeln sie gern liebevoll und pfleglich.
Den Lesefortschritt im Auge behalten oder das Buch nach dem Lesen in gutem Zustand ins Regal stellen zu können macht uns Freude. Bücher sind wie gute Freunde und wollen auch so behandelt werden. Jedoch haben wir beide kein Problem damit, ein Buch auch mal zu bekleckern, in die Tasche zu schmeißen oder aufgeklappt auf die Innenseiten zu legen. Natürlich ist ein Buch ein Gebrauchsgegenstand – aber auch kleiner Luxus. Deshalb versuchen wir da eine alltagstaugliche Balance zu halten. Und zugleich die wertvollen Lesemomente aus kleinen Auszeiten zu zelebrieren.

Eure Maike und Mareike

 

LOS, ERZÄHLT ES UNS |
Wie geht ihr mit eurem Büchern um? Was sind eure kleinen oder großen Lesemacken?