Jennifer Siegler – Umweltliebe

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Neulich erreichte mich das neue Buch von Logo!-Moderatorin Jennifer Siegler: Umweltliebe. Wie wir mit wenig Aufwand viel für unseren Planeten tun können.
Ein Titel der mich sofort ansprach. Denn für mich ist das Thema kein neuer Trend, sondern eine Lebenseinstellung, in die ich über die letzten Jahre verstärkt reingewachsen bin.

Seit einer Weile schon treibt mich das Thema Nachhaltigkeit und plastikfrei(er) Leben um. Seit etwa einem Jahr hinterfrage ich verstärkt unseren Konsum und suche (mal mehr mal weniger intensiv) nach Alternativen zu Alltagsklimasünden.
Insgesamt kommt mir mein Verhalten noch sehr ungenügend und inkonsequent vor. Ich schaffe es nicht, komplett auf Fleisch oder tierische Produkte zu verzichten. Der Plastikmülleimer ist zwar nur noch halb so voll wie früher. Aber ganz ohne Plastik kommen wir noch lange nicht aus.

Die perfekte Ausgangssituation für ein solches Sachbuch, dachte ich. Jennifer Siegler hat sich ein Jahr ganz bewusst den Themen Umweltverträglichkeit, Klimaneutralität und plastikfrei leben gewidmet. 12 Monate lang hat sie sich jeden Monat einen Aspekt ihres Alltags bewusst vorgenommen und unter die Lupe genommen: Wie ist der Ist-Zustand bei sich selbst und allgemein in der Gesellschaft? Was kann sie konkret verändern und was könnte die Politik tun?

Dadurch bekommt jedes der zwölf Kapitel eine klare Struktur und es bleibt stets kurzweilig. Vom Leben ohne viel Konsum, Plastikverzicht über klimaverträgliches Reisen bis zum biologisch sinnvollen Weihnachten werden viele Themen angesprochen.

Das Buch hat mich an der ein oder anderen Stelle nochmal bewusst auf Themen aufmerksam gemacht, mit denen ich mich noch nicht so beschäftige. Doch das waren eher Ausnahmen, wie nochmal die Erinnerung, sich endlich bewusst ein Make-up ohne Palmöl oder andere problematische Stoffe zu besorgen.
Doch insgesamt setze ich sehr viel bereits um: Wasser aus der Leitung, bewussteres Einkaufen, Kleidung und anderes reparieren oder verkaufen, wenn man sie nicht mehr braucht.
Ich versuche viele Strecken zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen und Fleisch gibt es nur noch selten bei uns. Jeder kaputter Plastikbehälter wird durch einen aus Glas oder Metall ersetzt. Das Goldkind hat eine neue Brotdose aus Weizenfasern (sieht aus wie Bambus, nur regionaler – love it!) und hat in ihrer Klasse eingeführt, dass jeder durchzählt, wie viel Essen er in Plastikverpackungen mitbringt.

Sprich: Vielleicht war ich nicht die ganz richtige Zielgruppe. Mich hat das Buch unterhalten, denn es war nett geschrieben. Jennifer Siegler hat viel aus ihrem eigenen Leben, besonders von ihrem Konsumverhalten preisgegeben, ohne dabei zu belehren. Im Gegenteil: Sie bleibt sehr menschlich und betont mehrmals, dass sie nicht alle nachhaltigen Alternativen restlos überzeugen konnten. Doch Neues konnte sie mir nicht wirklich vermitteln.
Das ging mir leider auch schon so mit Endlich #plastikfrei von Charlotte Schüler. Auch das Buch habe ich in wenigen Stunden gelesen, habe es nie langweilig gefunden, aber wenig Neue daraus mitnehmen können.

Fazit

Vielleicht sollte ich für mich als Fazit ziehen, dass ich keine Einstiegsbücher zum Thema Nachhaltigkeit mehr brauche, sondern eher in die Tiefe gehen sollte. Ich möchte mich mit Anbau von Obst und Gemüse beschäftigen, weil ich im kommenden Jahr einen eigenen Garten bestücken kann. Dass ich mich dafür auch mit kompostieren und bienenfreundlicher Bepflanzung beschäftigen werde, ist logisch oder?

Also, wenn ihr zu diesen Themen Empfehlungen habt, die etwas mehr in die Materie reingehen, dann schreibt sie mir bitte in die Kommentare. Wenn ihr euch selbst erst einmal dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag nähern wollt, dann ist Umweltlieb von Jennifer Siegler sicherlich ein tolles Buch für euch.

Eure Mareike


Jennifer Siegler – Umweltliebe
Verlag: Piper
Klappenbruschur, 265 Seiten

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1 Comments

  1. Brigitte B. says:

    Hallo Mareike,

    danke für deinen Bericht. Ähnliche Erfahrungen mit Büchern zu den Themen (und verwandten Themen wie z. B. Freundlichkeit im Alltag)habe ich auch schon gemacht, allerdings habe ich diese nicht gekauft, sondern aus unserer Bücherei ausgeliehen.

    Wenn du einen guten unterhaltsamen Einstieg in die Welt eines Gartens suchst, kann ich dir das Buch von Meike Winnemuth “Bin im Garten” empfehlen. Sie schildert darin ihr Gartenjahr, mir hat es sehr gut gefallen, auch, dass es in Romanform gehalten ist, jeder Monat hat ein Kapitel. Aber Achtung, es ist kein Ratgeber!

    Beste Grüße aus dem Münsterland – Brigitte

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