Good Morning, Mr. President! – Beck Dorey-Stein

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Auch wenn Barack und Michelle Obama schone eine Weile nicht mehr im Weißen Haus wohnen, sind sie immer noch sehr präsent in der Öffentlichkeit. Das Interesse an ihnen ist nach wie vor riesig, was sich auch in zahlreichen Buchveröffentlichungen widerspiegelt.

Doch dieses Buch hier ist anders. Es berichtet nicht von den Obamas, sondern von den Hundertschaften, die im Weißen Haus arbeiten. Eine davon ist die Autorin Beck Dorey-Stein. Nach der Universität verschlägt es sie nach Washington DC – ausgerechnet die Stadt, in der sie nie landen wollte. Doch sie findet keinen Job und mit jeder Absage wird sie verzweifelter. Doch dann kommt die Zusage für einen Job, mit der sie nie gerechnet hatte und kurze Zeit später findet sie sich mitten im Weißen Haus wieder. Sie ist die neue Stenographin, ihre Aufgabe ist es, gemeinsam mit ihren Kolleginnen jedes Gespräch aufzuzeichnen, dass Barack Obama offiziell führt. Sie ist immer dabei, sei es bei offiziellen Pressekonferenzen, auf seinen Reisen oder bei Gesprächen in kleinem Kreis.

Was zu Beginn nach langweiligem Schreibjob klang (in der Anzeige war nie die Rede vom Präsidenten der Vereinigten Staaten), entpuppt sich für die Autorin schnell als ein riesiges Abenteuer. Sie lernt nach und nach immer mehr Menschen kennen, die für die reibungslosen Abläufe im Weißen Haus verantwortlich sind und findet echte Freunde unter ihren Kolleginnen und Kollegen. Sie ist Teil des “Zirkus” und gehört damit zum Inner Circle, der den Präsidenten ständig begleitet.

Und ja, Barack Obama kommt auch vor – manchmal. Denn Dorey-Stein und er haben den gleichen Trainingsrhythmus und begegnen sich auf Reisen morgens im Fitnessstudio auf dem Laufband. Ansonsten nimmt der Präsident eher eine Nebenrolle ein. Wichtiger sind da einige seiner engsten Mitarbeiter – ganz besonders einer.

Und so wird der Leser Zeuge eines sehr privaten Liebesdramas, was für meinen Geschmack etwas zu viel war. Irgendwann bekommt dieses Drama einen faden Beigeschmack, den man einfach nicht mehr los wird und ja, ich habe angefangen, einige Seiten zu überblättern. Gerade, wenn es spannend wird, rutscht sie ins Emotionale ab und verliert das eigentliche Geschehen aus den Augen. Schade, denn ansonsten ist das Buch der absolute Knaller.

Fazit

Ein spannender Blick hinter die Kulissen des Weißen Hauses. Man ahnt, wie viel Organisation hinter dem perfekten Außenbild steckt und Dank Beck Dorey-Stein kann man es jetzt auch nachlesen.

Eure Maike


Good Morning, Mr. President! Meine Jahre im Weißen Haus
Beck Dorey-Stein
Verlag: rororo
480 Seiten, Taschenbuch

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