Flora Salmanteri und die Mini-Piraten

Flora Salmanteri und die Mini-Piraten

Rezension – Kinderbuch

Wie fies kann das Leben sein, wenn man ein Kind ist und wohl zum gemeinsten Onkel der Welt abgeschoben wird? So empfinden es zumindest Lilli und Mikko, als ihre Eltern sie wegen einer Dienstreise die beiden bei Onkel Jim unterbringen. Dieser Onkel hasst Kinder und Unordnung. Der kleinste Fleck ist für ihn eine mittelschwere Katastrophe, deshalb sollten die Kinder sich in den nächsten Wochen am besten nicht bewegen und nichts machen.

Doch zum Glück gibt es die herrlich schräge Nachbarin Flora Salmanteri, mit der sich die Kinder schnell anfreunden. Bei ihr und ihrem sprechenden Lederjacke-tragenden Hahn ist immer Trubel. Denn Flora Salmanteri war einst eine wilde Piratin und ist auch noch auf ihre alten Tage aktiv. Sie singt in einer Band names “Die urigen Walrösser” und stellt kleine Piraten am 3D-Drucker her. Als Lilli und Mikko dann durch ein Missgeschick die Mini-Piraten zum Leben erwecken und diese wild plündernd durch die Stadt ziehen, werden die Ferien bei Onkel Jim doch noch spannend.


Das klingt durchgeknallt? Ist es auch! All die Figuren sind herrlich überdreht, witzig und überraschend. Auch die Geschichte bietet noch eine Wendungen, die auch für mich als Vielleserin unvorhersehbar waren. Der Sprachstil ist ebenfalls flüssig und lässt sich sowohl gut vorlesen als auch selbst lesen, wenn man etwas Übung hat.

Ich empfehle das Buch ab 7 Jahren.

Eure Mareike


Noora Kunnas – Flora Salmanteri und die Mini-Piraten
Illustriert von Teemu Juhani
Aus dem Finnischen von Anke Michler-Janhunen
Verlag: MixtVision
Gebunden, 164 Seiten