Emma – mal wieder eine neue Verfilmung

Emma – mal wieder eine neue Verfilmung

In der kommenden Woche wird eine Neuverfilmung von Jane Austens “Emma” in den deutschen Kinos anlaufen. Ab dem 5. März wird Emma Woodhouse für ordentlich Wirbel in ihrem Umfeld sorgen, während sie darauf wartet, dass die richtige Partie um die Ecke kommt.

Ich verlose in Zusammenarbeit mit dtv zwei Freikarten und eine wunderschöne Romanausgabe von “Emma”. Wie ihr mitmachen könnt, findet ihr am Ende des Artikels.

Zu keinem anderen Roman von Jane Austen habe ich ein so ambivalentes Verhältnis wie zu “Emma”.
Das liegt vermutlich daran, dass ich an sich großer Fan von Jane Austens Büchern bin. Ich liebe ihren scharfsinnigen Humor und all die feinen Anspielungen, die einer heutigen Leser*In fast entgehen. Doch wurde ich nie warm mit der Figur “Emma”. Es ist das einzige Buch, für das ich mehrere Anläufe brauchte. Es ist um einiges dicker als die anderen Bücher und man muss sich in eine besserwisserische Teenagerin hineinversetzen und ihre Allmachtsphantasien über das Beziehungsleben aller um sie herum sehr ausführlich begleiten.

Das kann man mögen oder auch nicht. Ich gebe zu: Ich mochte das verzogene Gör lange Zeit nicht. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich einen Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Es war eine Verfilmung, durch die ich den Witz und die beeindruckende Wandlung des Görs erkannte. Für mich war es vollkommen neu, dass nicht die Erzählstimme, die Ich-Erzählerin, die Perspektive erzählte, der ich zustimmen konnte. Ich hatte vorher noch keine Geschichte erlebt, in der die gesamte Erzählung auf Fehlannahmen und Selbstüberschätzung basierten und man als Leser*In selbst das Korrektiv sein musste. Bei Emma darf man die junge Heldin nicht zu ernst nehmen, muss ihren jugendlichen Übermut, ihr Gefühl von dauerhafter Überlegenheit ihrer Unerfahrenheit zurechnen.

Man darf sich nicht blenden lassen von ihren vermeintlich klugen Ideen und Ratschlägen und wach bleiben. Wie Mr. Knightly muss man abwarten bis Emma selbst erkennt, wo ihre Schwachstellen liegen und manche Menschen es nicht gut mit ihr meinen.

Mit jeder Verfilmung finde ich mehr in die Geschichte. Die beiden 1996er Verfilmungen (eine britische und eine amerikanische mit Gwyneth Paltrow als Emma) haben mich mal mehr, mal weniger unterhalten. Doch immerhin habe ich durch die sehr junge Kate Beckinsale verstanden, dass die Heldin nicht so reif und bedacht ist wie die anderen Heldinnen von Jane Austen.

Dann kam “Clueless”. “Clueless” war für mich einer der wichtigsten Filme meiner Jugend und hat mich die Handlung und den Humor des Stoffes ganz neu entdecken lassen. Und es versetzte den Roman in ein Setting, das für mich Sinn ergab: In das Umfeld einer Highschool als Teenager-Komödie.

Denn das unterscheidet dieses Buch von den anderen Werken von Jane Austen: Die Protagonistin muss sich erst zu einer klugen, bedachten jungen Frau entwickeln. Sie steht nicht wie Elisabeth Bennet mitten im Leben und weiß was sie will. Emma Woodhouse ist noch jung, manchmal noch kindlich und unbedacht. Hat aber bereits die Macht einer Frau, mit Flirts und ihrem Status die Schicksale um sich herum zu beeinflussen.

In jedem Roman von Jane Austen steckt auch immer eine gehörige Portion Gesellschaftskritik. Im Falle von “Emma” ist es wohl die Warnung, elementare Lebensentscheidungen in die Hände sehr junger Mädchen zu geben.

Schaut man sich die Verfilmungen der 90er an, hat man das Gefühl, dass sich diese Filme mit zu viel Ernst und Pathos der Geschichte angenommen haben. Erst in den letzten Jahren fing man vermehrt an, Jane Austens Werke mehr überzeichnet und humorvoller zu inszenieren. Schaut euch mal den Trailer von der neuen Verfilmung an: hyperreale Inszenierung, intensive Farben, mehr Tempo und deutlichere Punchlines.

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Ich bin jetzt schon sehr begeistert von der frischen, selbstironischen Inszenierung und freue mich auf den kommenden Kinobesuch.

Gewinne zwei Freikarten und den Roman

Wenn ihr nun auch Lust bekommen habt, “Emma” mal wieder neu kennenzulernen und eine abgedrehte Kommödie zu schauen, dann schreibt mir jetzt in einem Kommentar, welche Romanfigur euch so richtig nervt.

Ein weiteres Los könnt ihr ergattern, wenn ihr auch unter dem Post auf Instagram kommentiert und noch eines, wenn ihr den Post in euren Stories teilt.

Ich freue mich auf eure Kommentare und wünsche euch viel Glück!

Mareike

——Teilnahmebedingungen ——

Das Gewinnspiel wird von Nordseiten in Zusammenarbeit mit dtv Verlag  veranstaltet.
Zu gewinnen gibt es 1 “EMMA”- Bundle bestehend aus einem Buch des gleichnamigen Romans von Jane Austen sowie je 2 Tickets für die Kinovorstellung. 

Die Teilnahme ist möglich 02. März 2020 bis 05. März 2020 10 Uhr. Die Auslosung findet per Los statt.Zur Teilnahme berechtigt sind Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Man kann mehrere Lose erhalten, indem man unter dem Blogpost die Gewinmspielfrage beantwortet, auf Instagram unter dem Post die Frage beantwortet und indem man den Beitrag in den Stories bei sich teilt. Es sind maximal drei Lose pro Person möglich. 
Mindestalter ist 14 Jahre. Im Gewinnfall benötigen wir bei Minderjährigen die Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten zur Übermittlung der Versandadresse.
Der Gewinner erhält von uns eine Direktnachricht, in der wir den Gewinn mitteilen. Nach 3 Tagen ohne Antwort losen wir erneut aus.
Rechtsweg ausgeschlossen, keine Gewähr, keine Barauszahlung des Gewinnes.

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