Ian McEwan – Nussschale

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Ein neuer Roman von Ian McEwan mit ungewöhnlichem Inhalt und einem großem Vorbild. Ganz kurz überlegte ich, ob Nussschale nicht auch im weiterem Sinne zum Shakespeare-Projekt zu zählen wäre. So bezieht sich Ian McEwan mit Titel und Zitat zu Beginn ganz unmittelbar auf William Shakespeares “Hamlet”:

“O Gott, ich könnte in eine Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiete halten, wenn mir meine bösen Träume nicht wären.”

Adventskalendertürchen 21 – Filme und Serien für die Feiertage

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Es ist inzwischen schon eine lieb gewonnene Tradition, dass wir uns mit einem Beitrag beim Adventskalender von Tintenelfe in ihrem Tintenhain beteiligen. Die Beiträge in den vergangenen Wochen waren so vielfältig und kreativ wie ihre Blogbesitzer(innen). Es ist immer eine Herausforderung, da noch etwas Neues beisteuern zu können. Da wir uns aber auch dieses Jahr gegen ein Gewinnspiel entschieden haben, haben wir lange überlegt, womit wir euch eine Freude machen können.

Margriet De Moor – Schlaflose Nächte

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Wenn ich an die vergangenen Wochen denke, dann denke ich an schlaflose Nächte. Seit kurzem im doppelten Sinn. Zum einen habe ich selten so schlecht geschlafen und so viele Nächte auf der Suche nach Schlaf und Ruhe verbracht. Zum anderen habe ich in der Protagonistin von Margriet De Moors neustem Roman eine Leidensgenossin gefunden, die mich sehr faszinierte.
Die niederländische Autorin schreibt bereits seit den neunziger Jahren recht erfolgreiche Romane. Bisher ist sie mir aber noch nicht bewusst begegnet. Der Klappentext wirbt mit De Moors “unverkennbaren Ton”, den ich mangels Erfahrung mit dieser Autorin entsprechend nicht bestätigen kann. Doch ich ahne, was damit gemeint ist. Denn selten war mir die Sprache und der ganz bestimmte Sound einer Geschichte nach wenigen Sätzen so klar und vertraut, wie bei diesem knapp 120-seitigen Buch.

Richard Yates – Eine letzte Liebschaft

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Die Romane von Richard Yates habe ich euch bereits teilweise vorgestellt. So zählt “Zeiten des Aufruhrs” nicht erst seit der Verfilmung mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet zu meinen Lieblingsbüchern und “Cold Spring Harbour” habe ich erst Anfang des Jahres gelesen und besprochen. Nach diesem eher nüchternen Leseerlebnis war ich nun sehr gespannt auf die Kurzgeschichten von Richard Yates.

Lotta Lundberg – Sternstunde

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Alle Menschen sehnen sich nach Erfüllung in ihrem Leben. So geht es auch den Protgonisten in Lotta Lundbergs Buch “Sternstunde”. Doch in den Dreißigerjahren ist dies nicht für alle so einfach, egal ob in Amerika oder Europa.

Niña Weijers – Die Konsequenzen

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Endlich habe ich es mal geschafft, ein Buch zu lesen, das stellvertretend für den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse steht, in 2016 also Flandern Niederlande. Dass ich mich aber mit “Die Konsequenzen” so schwer tun würde und es dann plötzlich doch so leicht wird, das hat mich überrascht. Für mich war es ein “Flugbuch” – gelesen habe ich es auf dem Hin- und Rückflug meines Urlaubs. Denn während es sich am Pool so völlig gegen meine Leseversuche wehrte, passte es hervorragend zum Geräusch der Turbinen (und lenkte mich ab).

Louise De Vilmorin – Der Brief im Taxi

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Bei einigen Werken ist es aufschlussreich und spannend, sich näher mit dem Schriftsteller und/oder dem Entstehungsprozess des Buchs zu beschäftigen. In dem Fall von Louise De Vilmorin lohnt sich definitiv ein näherer Blick auf ihr bewegtes Leben (besonders in den 20ern bis hin in die 50er Jahre).
Die ehemalige Verlobte von Antoine de Saint-Exupéry (sie löste die Verlobung nach seinem Fliegerunfall) war sie zweimal verheiratet (amerikanischer Immobilienmagnat und österreichischer Playboy) und hatte zahlreiche Affären. Außerdem war sie eine glamouröse Gastgeberin, bei der sich die Künstlerszene Frankreichs regelmäßig versammelte. Kein Wunder also, dass ihre Gesellschaftsromane international erfolgreich waren – schließlich wusste hier eine, worüber sie schreibt.