Simon Van Booy – Mit jedem Jahr

Posted on

Der neue Roman des britischen Autors Simon Van Booy “Mit jedem Jahr” ist im Original unter dem Titel “Father’s Day” (Vatertag) erschienen. Normalerweise werden Titeländerungen im Deutschen gern kritisiert. In diesem Fall finde ich beide Titel gut. Ja, gerade zusammen ergeben sie eine wundervolle Einleitung in den Roman. Denn zum einen spielt ein Großteil der Handlung auf den anstehenden Vatertag an. Die inzwischen erwachsene Tochter Harvey lebt in Paris und erwartet den ersten Besuch ihres Vaters Jason, der noch nie zuvor im Ausland gewesen ist. Sie hat einige Geschenke für ihn vorbereitet, denn in wenigen Tagen ist Vatertag. Sie hat ein Geheimnis entdeckt, das sie ihm schonend enthüllen und zugleich ihre Liebe und Dankbarkeit als Tochter ausdrücken möchte.
Zum anderen wird die schrittweise Annäherung der beiden in Rückblenden erzählt. Jason hatte Harvey nach dem tragischen Tod ihrer leiblichen Eltern adoptiert. Sie kam im Alter von etwa sechs Jahren zu ihm und ist zunächst gar nicht willkommen in seinem Leben.

Christine Wunnicke – Katie

Posted on

Wann habt ihr das letzte Mal eine Geistergeschichte gelesen? Bei mir war das schon eine ganze Weile her. Die Geschichte von Katie, die Christine Wunnicke aufgeschrieben hat, musste ich aber unbedingt lesen. Schließlich ist sie genau so passiert.

Isabelle Autissier – Herz auf Eis

Posted on

Eine moderne Robinsonade über ein junges Paar, das auf einer Insel in der Antarktis landet und dort nach einem Sturm gestrandet ist. Diese Ausgangssituation nimmt Isabelle Autissier in ihrem Roman “Herz auf Eis”. Der Titel klingt etwas brutal. Doch der Leser dieses Romans sollte alles andere als zart besaitet sein. Es geht hart her im Eis am Ende der Welt.

Stefan Beuse – Das Buch der Wunder

Posted on

Der neue Roman von Stefan Beuse stellt mich vor einige Herausforderungen. Die erste ist wohl, an dieser Stelle erklären zu wollen, worum es in Das Buch der Wunder geht. Geht es um ein Geschwisterpaar, das sich verliert und wiederfindet? Um lieblose Kindheit, um die Flucht durch Fantasie? Geht es um die spirituelle Suche nach dem Dunklen, der anderen Seite in einem Selbst? Ist es vielleicht eine Geschichte über das Erwachsenwerden und den Verlust der kindlichen Unschuld? Ist es ein Krimi über eine düstere Höhle im Wald?

Dorothy Parker – New Yorker Geschichten

Posted on

Warum ist Dorothy Parker hierzulande eigentlich nicht bekannter?  Die amerikanische Autorin hat immerhin ein beachtlich umfangreiches Werk hinterlassen: Gedichte, Kurzgeschichten und noch mehr. Wir beide mögen vor allem ihre “New Yorker Geschichten” sehr, da ist es höchste Zeit, diese hier einmal vorzustellen.

David Garnett – Mann im Zoo

Posted on

Der Zoo ist ein Ort des Betrachtens und Repräsentierens. Die Tiere in ihren Käfigen stehen nicht nur für sich selbst, sondern für ihre gesamte Rasse. Sie sind mehr als sie selbst und doch sind sie nur willenlose Gefangene, die zwischen den Gitterstäben entlang streifen.
Die zoologische Gesellschaft von London liebt all seine Repräsentanten, die sie aus allen Ecken des in voller Blüte stehenden Empire zusammensucht. Jedes Tier steht für die Macht, die der Menschen, hier im Besonderen der Briten. 

Nachttischhüter – Diese Bücher blieben lange ungelesen

Posted on

Die Bücher, die wir euch heute vorstellen, lagen eindeutig zu lange neben den Leseplätzen. Immer wieder kamen Bücher dazwischen, die man ganz dringend zuerst lesen musste. Manchmal passten die Bücher auch nicht zur momentanen Lesestimmung. Oder aber man hatte so viel Stress, dass einem absolut nicht der Sinn nach einem 500-Seiten-Wälzer war.
Also rutschten sie ganz langsam nach hinten, diese unglücklichen Bücher. Doch in Vorbereitung auf die Kehrwoche haben wir in den letzten Wochen versucht, diese Bücher ganz bewusst nicht mehr zu übersehen. Hier sind die Titel, die wir jetzt endlich gelesen haben oder es in den kommenden Tagen dringend vorhaben.