Diese 10 Dinge brauchen wir zum (Buch-)Bloggen

Diese 10 Dinge brauchen wir zum (Buch-)Bloggen

Vor einigen Tagen hat Linus von Buzzaldrins Blog einen sehr offenen Beitrag zum Thema Blog und Alltag verfasst. Frage, die wir immer wieder hören: Wie schafft ihr das überhaupt?
Man darf nicht vergessen, dass ein Buchblogger viel Zeit in einen Beitrag investieren muss. Wir müssen zwar nicht kochen oder backen, wie Foodblogger oder viel Zeit in Fotos und Bildbearbeitung investieren wie z.B. Fashionblogger. Doch bei uns geht der eigentlichen Beitragsproduktion noch etwas Entscheidendes voraus: Das Lesen!
Und um dafür genügend Zeit zu haben, muss man durchaus schauen, wo man optimieren kann. Da wir nicht bereit sind, schneller zu lesen, Passagen zu überspringen oder gar nur noch dünne Bücher zu lesen, muss an anderer Stelle geschraubt werden. Deshalb ist bei uns das Bloggen eine ernste Angelegenheit ;)

  1. Zeit

    Zeit ist bei uns ein kostbares Gut. Wir sind beide auch neben unseren Jobs noch sehr stark eingespannt und wissen, dass wir recht wenig Zeit NUR für uns haben, deshalb teilen wir diese sehr bewusst und gezielt ein. Das bedeutet eine Mischung aus: Wildes To-Dos abhaken und sinnlos auf dem Sofa gammeln. Beides braucht man für das eigene Wohlbefinden.
    Für den Blog zwackt Mareike mindestens einen Abend und ein paar Stunden am Wochenende ab, manchmal noch einen Teil ihres freien Freitags. Maike hält sich in der Regel den Sonntag für die Blogarbeit frei und versucht unter der Woche immer mal wieder was zu schaffen.

  2. Ideen

    Um eine Buchbesprechung oder einen anderen Text zu verfassen, benötigt man einen zentralen Gedanken. Das ist unheimlich wichtig für uns: Was wollen wir eigentlich vermitteln? Das kann ein schlichtes “Lest dieses BUCH!” sein oder eine bestimmte Stimmung. Wichtig ist nur, dass etwas den Text treibt.

  3. Notizbuch

    Buecher_Notizen01Das Leben ist so chaotisch, ohne ein Notizbuch geht gar nichts. Und wichtig – was wir selbst oft vergessen –  auch die scheinbar unwichtigen, selbstverständlichen oder vermeintlich doppelten Gedanken festhalten.
    Je hübscher es ist, umso häufiger nutzt man es auch. Zum Glück mangelt es uns daran eigentlich nicht *hüstel* und wir haben fast immer eins in der Tasche. Man weiß nie, wann man eine gute Idee hat oder wann die To-Do-Liste ergänzt werden muss.

  4. Vorarbeit

    Da wir nie wissen, ob die Woche locker oder eher stressig wird, versuchen wir vieles vorzubereiten. Man nutzt gutes Licht für Fotos, wenn es gerade da ist. Dann machen wir auch ruhig schon mal 2-3 Bilder auf Vorrat. Unerwarteter Leerlauf? Gut, schnell mal einen Blick ins Notizbuch werfen, was demnächst geplant ist. Es nimmt enorm den Druck, wenn man weiß, dass in einer stressigen Woche auf einen vorbereiteten Beitrag zurückgegriffen werden kann.

  5. Absprache

    Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir nicht allein diesen Blog betreiben. Das erhöht die Disziplin, aber auch das Sicherheitsgefühl. Wir müssen uns aufeinander verlassen und auch planen können, deshalb versuchen wir mindestens einmal die Woche offene Anfragen, Ideen und Beiträge zu besprechen. Dafür nutzen wir übrigens alle Kanäle, die uns zur Verfügung stehen: wir telefonieren, schreiben aber auch viel über WhatsApp oder Facebook. Austausch hilft einem einfach, auch wenn man sich nicht den Blog teilt, enorm.

  6. Redaktionspläne

    Buecher_Notizen02Als strukturierte Menschen mit Hang zu To-Do-Listensucht, war für uns schon vor dem ersten Post klar: Wir brauchen einen Redaktionsplan. Das sieht dann etwa so aus:
    Ein Monat, 3 Beiträge die Woche = 12-14 freie Slots. Monatsrückblick, Vorfreude und Kinderherzpotenzial als feste Komponenten. Das macht = 9-11 Slots, die wir mit Rezensionen und anderen Beiträgen füllen. Die teilen wir dann unter uns auf, damit jeder weiß, welche Aufgaben in nächster Zeit auf ihn zukommen. Im Idealfall haben wir schon am Anfang des Monats die nächsten sämtliche Slots durchgeplant. Trotzdem ist das natürlich nicht in Stein gemeißelt, wir verschieben regelmäßig Beiträge. Ein bißchen Spontanität muss immer bleiben!

  7. Routine

    Wir beginnen jeden Beitrag gleich: Tee kochen, neues Dokument öffnen, Überschrift in Stichworten festlegen, Beitragsstruktur anlegen, Bilder hochladen…
    Klingt vielleicht langweilig, ist aber wichtig und vor allen Dingen nützlich! Diese Rituale sorgen dafür, dass man nicht auf eine leere Seite starren muss. Das hat schon während des Studiums bei Essays enorm geholfen und ist für die Blogarbeit immer wieder Gold wert.

  8. Input von Außen

    Natürlich könnte man einfach in den leeren Raum posten, einfach eine Buchbesprechung nach der anderen. Doch wir merken, dass die Texte besser werden, wenn wir andere Blogs lesen – gar nicht unbedingt zum selben Buch, sondern einfach um im Kopf war und offen für Neues zu bleiben. Das schließt übrigens auch Blogs ein, die sich nicht nur mit Büchern beschäftigen – auch ein Fashion-Post kann den Blick auf einen für uns interessanten Aspekt lenken.

  9. Faulheit

    Mache ich etwas, weil ich glaube, dass es von mir erwartet wird oder weil ich es mag? Führe ich eine Kategorie auf dem Blog eigentlich meinetwegen, aus Spaß und weil ich voll dahinterstehe? Sind alle Abläufe wirklich notwendig? Das sind Fragen, die wir beide uns unabhängig voneinander regelmäßig stellen und dann auch miteinander diskutieren. Je weniger Zeit man hat, umso wichtiger ist es, dass man seine “Faulheit” zu Wort kommen lässt und mal alle Arbeit hinterfragt, die man sich so macht. Schlussendlich ist Effizienz nichts anderes, als gut organisierte Faulheit ;)

  10. Spaß

    BuecherbergJa, das ist wohl das Wichtigste bei der ganzen Sache: Ohne Spaß und die richtige Stimmung, funktioniert bei uns gar nichts. Wir bekommen sicherlich eine ganz okaye Rezension hin – schließlich stimmt ja die Vorbereitung. Aber wenn wir das Gefühl haben, dass da irgendeine Art von Zwang ist, dann funktioniert es einfach nicht. Deshalb lassen wir es dann. (Vielleicht ist ja jemandem aufgefallen, dass letzten Mittwoch kein Post von uns online gegangen ist – keine Lust, keine Konzentration und irgendwie auch vergessen.)
    Diese kleine Pause und das Gefühl, des Nichtmüssens, taten unheimlich gut. Deshalb entstanden kurz darauf gleich mehrere neue Beiträge.

Nun sind wir gespannt, was ihr zu dieser Liste sagt. Was braucht ihr zum Bloggen? Wie organisiert ihr euren Alltag?

Eure Mareike und Maike